Universitätsverlag der TU Berlin - Publikationen https://verlag.tu-berlin.de/ Latest Products de-de Wed, 19 Jan 2022 20:17:42 +0100 Wed, 19 Jan 2022 20:17:42 +0100Sustainable Societies: Transition from theories to practicehttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3226-3/<div>Die nationale wirtschaftliche Situation, sich schnell verändernde Gesellschaften, die zunehmende Umweltverschmutzung inmitten der globalen Erwärmung um uns herum sind einige der brennendsten Themen in täglichen Diskussionen, Nachrichten und wissenschaftlichen Diskursen. Was wir sehen, sind nur die Folgen langwieriger Handlungen, Richtlinien und Entscheidungen. Die mit diesen Phänomenen verbundenen Fragen sind hochkomplex, die eine direkte Interpretation ihrer Ursachen, Indikationen, Ergebnisse und langfristigen Auswirkungen herausfordern. Ist zum Beispiel die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen für Industrie- und Geschäftsbetriebe innerhalb eines Landes ein wirtschaftliches Problem? Oder ist es ein ökologisches? Oder eher ein soziales? Könnte es mit Theorien und Techniken eines dieser Gebiete gelöst werden? Nun, das Problem und seine Abhilfe erfordert eine Kombination aller drei Disziplinen. Und dennoch haben Maßnahmen zur Integration all dieser Felder in der Regel eines oder mehrere umgangen.</div><div><br></div><div>Der Rahmen, der im Laufe der Jahre am häufigsten die Konvergenz verschiedener Bereiche des disziplinären Wissens erklärt hat, war Nachhaltigkeit. Gleichzeitig bleibt ihre Verfolgung in der Praxis, die vorherrschende öffentliche Wahrnehmung, die politischen Agenden und die Mainstream-Medien schwer fassbar. In Ermangelung einer kritischen Theorie zu „nachhaltigen Gesellschaften“ wird das zeitgenössische Entwicklungsmodell durch vage Vorstellungen von Ökologisierung, grünem Wachstum, Öko-Entwicklung, Ökotourismus, Smart Cities usw., die größtenteils von Unternehmen und Konzernen gesteuert werden, falsch informiert. Die zeitgenössischen Gesellschaften existieren und entwickeln sich weiter, ohne echtes Wissen über Nachhaltigkeit, das in seinen disziplinären Strömungen zersplittert ist.</div><div><br></div><div>Dieses Buch entfaltet die inhärenten Dilemmata, Widersprüche und Paradoxien innerhalb des aktuellen Nachhaltigkeitsparadigmas, um eine eher nuancierte Innenansicht dessen zu schaffen, was Nachhaltigkeit ausmacht und wie sie mit soziotechnischen, institutionellen, politischen und Managementlösungen realisiert werden könnte. Dabei überprüft die Forschung umfassend etwa hundert Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftstheorien, um über das weitere Vorgehen nachzudenken. Angesichts der Tatsache, dass Nachhaltigkeit eine politisch-ökonomische und soziokulturelle Herausforderung ist, müssen die Übergänge kulturell vielfältig und generationenübergreifend sein, was die Einführung neuer Werte, Botschaften und Führung erfordert, während traditionelles Wissen und vorherrschende Institutionen erhalten bleiben. Das Buch gipfelt in einer Übergangsarchitektur mit Politikempfehlungen für ein Regieren ohne Gouvernementalität mit plausiblen Regulierungsinstrumenten, kapazitiven Mechanismen, Planungen und in der Praxis umsetzbaren freiwilligen Maßnahmen.</div>Sethi, Mahendrahttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3226-3/Mon, 17 Jan 2022 00:00:00 +0100Überbauhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3213-3/<div>Wo werden die Rohstoffe für die fortschrittverheißenden architektonischen und infrastrukturellen Großprojekte in Stahl und Beton abgebaut? Wie ist Architektur mit dem globalen System der Lieferketten verstrickt? Wer profitiert von der Verteilung von Grund und Boden? Welche Arbeitsbedingungen herrschen auf europäischen Großbaustellen? Und in bundesrepublikanischen Architekturbüros? Wie wird Architektur heute produziert?</div><div><br></div><div>Die Publikation handelt von Umweltzerstörung und Land Grabbing der Zementindustrie in Indonesien und Vietnam, den Methoden der Sandmafia am Mekong, und die Extraktion von Lithium in Bolivien für die Batterien unserer Smart Cities. Sie beleuchtet strukturelle bodenpolitische Ungleichheiten und die prekären Anstellungsverhältnisse jener Architekturmachender, die bei der Betrachtung spektakulärer Neubauten zumeist vergessen werden. So werden die Formen architektonischer Gouvernementalität greifbar.</div>Stumm, Alexander;Lortie, Victorhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3213-3/Thu, 16 Dec 2021 00:00:00 +0100Algorithmic aspects of resource allocation and multiwinner voting: theory and experimentshttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3216-4/<div>Diese Arbeit befasst sich mit der Untersuchung von Themen des Forschungsgebiets Computational Social Choice im Lichte realer Anwendungen. Dabei trägt sie zu einem besseren Verständnis der Bereiche der fairen Zuordnung und der Mehrgewinnerwahlen bei. Für beide Konzepte schlagen wir – inspiriert von realen Anwendungen – verschiedene neue Begriffe und Erweiterungen bestehender Modelle vor. Anschließend analysieren wir die Komplexität der Beantwortung von Berechnungsfragen, die durch die eingeführten Konzepte aufgeworfen werden. Dabei fokussieren wir uns auf die parametrisierte Komplexität. Hierzu identifizieren wir verschiedene Parameter, welche natürliche Merkmale der von uns untersuchten Berechnungsprobleme beschreiben. Durch die Nutzung dieser Parameter entwickeln wir erfolgreich effiziente Algorithmen für Spezialfälle der untersuchten Probleme. Wir ergänzen unsere Analyse indem wir zeigen, welche Parameter vermutlich nicht verwendet werden können um effiziente Algorithmen zu finden. Dabei zeichnen wir ein umfassendes Bild der Berechnungskomplexität der untersuchten Probleme. Insbesondere konzentrieren wir uns auf vier Themen, die wir, gruppiert nach unseren beiden Schwerpunkten, unten vorstellen. Für alle Themen bis auf eines präsentieren wir Experimente, die auf Implementierungen der von uns neu entwickelten Algorithmen basieren.</div><div>Wir konzentrieren uns zunächst auf die faire Zuordnung unteilbarer Ressourcen. Hier betrachten wir eine Menge unteilbarer Ressourcen und eine Gruppe von Agenten. Jeder Agent gibt eine Bewertung des Nutzens jeder Ressource ab und die Aufgabe besteht darin, eine "faire" Zuordnung der Ressourcen zu finden, wobei jede Ressource höchstens einem Agenten zugeordnet werden kann. Innerhalb dieses Bereiches konzentrieren wir uns auf die beiden folgenden Problemstellungen.</div><div>Der soziale Kontext bei der fairen Zuordnung unteilbarer Ressourcen. In vielen Szenarien, in denen Ressourcen zugeordnet werden sollen, ist es unwahrscheinlich, dass jeder Agent alle anderen kennt. Vorstellbar ist beispielsweise ein Szenario, in dem die Agenten Mitarbeiter eines großen Unternehmens repräsentieren. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass jeder Mitarbeiter jeden anderen Mitarbeiter kennt. Motiviert durch solche Szenarien entwickeln wir ein neues Modell der graph-basierten Neidfreiheit. Wir erweitern den klassischen Neidfreiheitsbegriff um die sozialen Beziehungen von Agenten, die durch soziale Netzwerke modelliert werden. Einerseits zeigen wir, dass wenn das soziale Netzwerk der Agenten einfach ist (zum Beispiel, wenn es sich um einen gerichteten azyklischen Graph handelt), in manchen Fällen faire Zuordnungen effizient gefunden werden können. Andererseits stellen wir diesen algorithmisch positiven Ergebnissen mehrere NP-schweren Fällen entgegen. Ein Beispiel für einen solchen Fall sind soziale Netzwerke mit einem konstanten Knotengrad.</div><div>Faire Zuteilung an wenige Agenten mit begrenzter Rationalität. Begrenzte Rationalität beschreibt die Idee, dass Menschen aufgrund kognitiver Grenzen dazu neigen, Probleme, mit denen sie konfrontiert werden, zu vereinfachen. Eine mögliche Folge dieser Grenzen ist, dass menschliche Agenten in der Regel einfache Bewertungen der gewünschten Ressourcen abgeben; beispielsweise könnten Agenten die verfügbaren Ressourcen nur in zwei Gruppen, erwünschte und unerwünschte Ressourcen, kategorisieren. Durch Anwendung von Techniken zum Lösen von Ganzzahligen Linearen Programmen zeigen wir, dass unter der Annahme einer kleinen Anzahl von Agenten die Ausnutzung begrenzter Rationalität dabei hilft, effiziente Algorithmen zum Finden neidfreier und Pareto-effizienter Zuweisungen zu entwickeln. Weiterhin zeigen wir, dass unser Ergebnis ein allgemeines Verfahren liefert, welches auf eine Reihe verschiedener Fairnesskonzepte angewendet werden kann, wie zum Beispiel Neidfreiheit bis auf ein Gut oder Neidfreiheit bis auf irgendein Gut. Auf diese Weise gewinnen wir effiziente Algorithmen für eine Reihe fairer Zuordnungsprobleme (wenige Agenten mit begrenzter Rationalität vorausgesetzt). Darüber hinaus zeigen wir empirisch, dass unsere Technik in der Praxis anwendbar ist.</div><div>Weiterhin untersuchen wir Mehrgewinnerwahlen, bei denen uns eine Menge von Wählern sowie ihre Präferenzen über eine Reihe von Kandidaten gegeben sind. Das Ergebnis eines Mehrgewinnerwahlverfahrens ist eine Gruppe (oder eine Menge von Gruppen im Falle eines Unentschiedens) von Kandidaten, welche die Präferenzen der Wähler am besten einem bestimmten Ziel folgend widerspiegeln. In diesem Kontext untersuchen wir die folgenden Themen.</div><div>Die Robustheit von Wahlergebnissen. Wir untersuchen, wie robust die Ergebnisse von Mehrgewinnerwahlen gegenüber möglicher Fehler der Wähler sind. Unter der Annahme, dass jeder Wähler eine Stimme in Form einer Rangliste von Kandidaten abgibt, modellieren wir einen Fehler als einen Tausch benachbarter Kandidaten in der Rangliste. Wir zeigen, dass für Wahlregeln wie SNTV, k-Approval und k-Borda die minimale Anzahl an Vertauschungen, welche zu einer Ergebnisänderung führt, einfach zu berechnen ist. Für STV und die Chamberlin-Courant-Regel ist diese Aufgabe allerdings NP-schwer. Wir schließen unsere Untersuchung der Robustheit unterschiedlicher Wahlregeln ab mit einer experimentellen Evaluierung der durchschnittlichen Anzahl zufälliger Vertauschungen, die zu einer Änderung des Ergebnisses führen.</div><div>Strategische Abstimmung bei Wahlen mit mehreren Gewinnern. Wir fragen, ob eine bestimmte Gruppe von kooperierenden Wählern ein Wahlergebnis zu ihren Gunsten manipulieren kann. Dabei konzentrieren wir uns auf die k-Approval-Wahlregel. Wir zeigen, dass die Berechnungskomplexität der besagten Manipulation eine reiche Struktur besitzt. Auf der einen Seite identifizieren wir mehrere Fälle in denen das Problem in Polynomzeit lösbar ist. Auf der anderen Seite identifizieren wir jedoch auch NP-schwere Fälle. Für einige von ihnen zeigen wir, wie die Berechnungsschwere durch parametrisierte Algorithmen umgangen werden kann. Wir präsentieren zudem experimentelle Untersuchungen, welche darauf hindeuten, dass unsere Algorithmen in der Praxis anwendbar sind.</div>Kaczmarczyk, Andrzejhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3216-4/Fri, 10 Dec 2021 00:00:00 +0100G-IQI – German Inpatient Quality Indicators Version 5.3https://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3240-9/Die German Inpatient Quality Indicators (G-IQI) sind derzeit das umfassendste, auf Krankenhausabrechnungsdaten beruhende Indikatorensystem zur krankheitsspezifischen Abbildung des stationären Leistungsgeschehens in Akutkrankenhäusern. Die Indikatoren sind einerseits konzipiert, um so weit wie möglich medizinisch sinnvoll strukturierte Leistungskennzahlen und Behandlungsergebnisse auch für externe Nutzer transparent zu machen. Vor allem dienen sie aber der Ergebnisverbesserung im internen Qualitätsmanagement der Krankenhäuser. Die Indikatoren helfen den Kliniken, Verbesserungspotential anhand des Vergleiches ihrer Ergebnisse mit dem Bundesdurchschnitt zu erkennen und zu erörtern. Als Aufgreifkriterien für ergebnisorientierte Prozessanalysen – in Form von Peer Review Verfahren oder Mortalitäts- und Morbiditätskonferenzen – sind die Indikatoren unverzichtbar für eine gezielte und effiziente Fehlersuche und Qualitätsverbesserung.<br>Das vorliegende Working Paper enthält die Bundesreferenzwerte des Jahres 2019 zur G-IQI Version 5.3. Für alle Indikatoren werden bundesweite Vergleichswerte ausgewiesen, die auf Grundlage der Mikrodaten der fallpauschalenbezogenen Krankenhausstatistik (DRG-Statistik) berechnet wurden. Die technischen Spezifikationen der Indikatoren sind im Anhang dargestellt und beziehen sich auf die im Jahr 2021 in Deutschland gültigen Kodiersysteme. Hinsichtlich der Indikatoren selbst handelt es sich bei der G-IQI Version 5.3 um eine Modifikation und Erweiterung der Version 5.2. Die vorliegende Version 5.3 greift im Auswertungsjahr 2019 52,8% aller Krankenhausfälle und 80,0% aller im Krankenhaus auftretenden Todesfälle in den Indikatoren auf und erreicht damit einen der höchsten Abdeckungsgrade unter den verfügbaren Indikatorensystemen.<br>Mit den Bundesreferenzwerten stehen Vergleichswerte zur Verfügung, die Kliniken eine objektive Einschätzung ihrer eigenen Position im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ermöglichen. Darüber hinaus bieten die Bundesreferenzwerte eine umfassende, an medizinischen Kategorien orientierte Analyse des bundesweiten akutstationären Versorgungsgeschehens. Neben den vollständigen Indikatorergebnissen auf der Bundesebene werden die alters- und geschlechtsspezifischen Sterblichkeiten angegeben, die der Berechnung der klinikspezifischen Erwartungswerte zugrunde liegen. Zusätzlich werden für ausgewählte Indikatoren Fallzahlverteilungen über die Kliniken dargestellt. Damit enthält dieses Working Paper diverse Auswertungen, die in keiner anderen publizierten Statistik veröffentlicht werden und ergänzt damit andere Systeme der Gesundheitsberichterstattung.Mansky, Thomas;Nimptsch, Ulrikehttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3240-9/Wed, 08 Dec 2021 00:00:00 +0100Die postpandemische Stadthttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3228-7/Wie verändern sich Stadtstrukturen in der postpandemischen Stadt? Und was macht eine globale Pandemie mit der Stadt und ihren Menschen? Bis zum Jahr 2020 hat sich vermutlich fast niemand diese Frage gestellt. Doch die schlagartigen Veränderungen des öffentlichen Lebens mit Abstandsregeln und der Einschränkung der Bewegungsfreiheit haben die Nutzung von städtischen Räumen verändert. Welche Anforderungen werden nach der Pandemie an städtische Räume und Strukturen gestellt? Inwiefern wirken sich neue Organisationsformen des Alltags auf städtische Prozesse aus? Die Ergebnisse aus der Hochschullehre und einer nationalen Winterschule eröffnen eine kritische Diskussion zur Stadtplanung während und nach der Pandemie. Angehende PlanerInnen, ArchitektInnen und GestalterInnen haben ihre Ideen und Forderungen für eine nutzungsgemischte und klimagerechte Stadt formuliert.Million, Angela;Bentlin, Felix;Jansen, Hendrik;Velazco-Londono, Jose M.;Kataikko-Grigoleit, Päivihttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3228-7/Fri, 19 Nov 2021 00:00:00 +0100Elements of Dynamic and 2-SAT Programming: Paths, Trees, and Cutshttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3210-2/<div>In dieser Arbeit entwickeln wir schnellere exakte Algorithmen (schneller bezüglich der Worst-Case-Laufzeit) für Spezialfälle von Graphproblemen. Diese Algorithmen beruhen größtenteils auf dynamischem Programmieren und auf 2-SAT-Programmierung. Dynamisches Programmieren beschreibt den Vorgang, ein Problem rekursiv in Unterprobleme zu zerteilen, sodass diese Unterprobleme gemeinsame Unterunterprobleme haben. Wenn diese Unterprobleme optimal gelöst wurden, dann kombiniert das dynamische Programm diese Lösungen zu einer optimalen Lösung des Ursprungsproblems. 2-SAT-Programmierung bezeichnet den Prozess, ein Problem durch eine Menge von 2-SAT-Formeln (aussagenlogische Formeln in konjunktiver Normalform, wobei jede Klausel aus maximal zwei Literalen besteht) auszudrücken. Dabei müssen erfüllende Wahrheitswertbelegungen für eine Teilmenge der 2-SAT-Formeln zu einer Lösung des Ursprungsproblems korrespondieren. Wenn eine 2-SAT-Formel erfüllbar ist, dann kann eine erfüllende Wahrheitswertbelegung in Linearzeit in der Länge der Formel berechnet werden. Wenn entsprechende 2-SAT-Formeln also in polynomieller Zeit in der Eingabegröße des Ursprungsproblems erstellt werden können, dann kann das Ursprungsproblem in polynomieller Zeit gelöst werden. Im folgenden beschreiben wir die Hauptresultate der Arbeit.</div><div>Bei dem Diameter-Problem wird die größte Distanz zwischen zwei beliebigen Knoten in einem gegebenen ungerichteten Graphen gesucht. Das Ergebnis (der Durchmesser des Eingabegraphen) gehört zu den wichtigsten Parametern der Graphanalyse. In dieser Arbeit erzielen wir sowohl positive als auch negative Ergebnisse für Diameter. Wir konzentrieren uns dabei auf parametrisierte Algorithmen für Parameterkombinationen, die in vielen praktischen Anwendungen klein sind, und auf Parameter, die eine Distanz zur Trivialität messen.</div><div>Bei dem Problem Length-Bounded Cut geht es darum, ob es eine Kantenmenge begrenzter Größe in einem Eingabegraphen gibt, sodass das Entfernen dieser Kanten die Distanz zwischen zwei gegebenen Knoten auf ein gegebenes Minimum erhöht. Wir bestätigen in dieser Arbeit eine Vermutung aus der wissenschaftlichen Literatur, dass Length-Bounded Cut in polynomieller Zeit in der Eingabegröße auf Einheitsintervallgraphen (Intervallgraphen, in denen jedes Intervall die gleiche Länge hat) gelöst werden kann. Der Algorithmus basiert auf dynamischem Programmieren.</div><div>k-Disjoint Shortest Paths beschreibt das Problem, knotendisjunkte Pfade zwischen k gegebenen Knotenpaaren zu suchen, sodass jeder der k Pfade ein kürzester Pfad zwischen den jeweiligen Endknoten ist. Wir beschreiben ein dynamisches Programm mit einer Laufzeit n^O((k+1)!) für dieses Problem, wobei n die Anzahl der Knoten im Eingabegraphen ist. Dies zeigt, dass k-Disjoint Shortest Paths in polynomieller Zeit für jedes konstante k gelöst werden kann, was für über 20 Jahre ein ungelöstes Problem der algorithmischen Graphentheorie war.</div><div>Das Problem Tree Containment fragt, ob ein gegebener phylogenetischer Baum T in einem gegebenen phylogenetischen Netzwerk N enthalten ist. Ein phylogenetisches Netzwerk (bzw. ein phylogenetischer Baum) ist ein gerichteter azyklischer Graph (bzw. ein gerichteter Baum) mit genau einer Quelle, in dem jeder Knoten höchstens eine ausgehende oder höchstens eine eingehende Kante hat und jedes Blatt eine Beschriftung trägt. Das Problem stammt aus der Bioinformatik aus dem Bereich der Suche nach dem Baums des Lebens (der Geschichte der Artenbildung). Wir führen eine neue Variante des Problems ein, die wir Soft Tree Containment nennen und die bestimmte Unsicherheitsfaktoren berücksichtigt. Wir zeigen mit Hilfe von 2-SAT-Programmierung, dass Soft Tree Containment in polynomieller Zeit gelöst werden kann, wenn N ein phylogenetischer Baum ist, in dem jeweils maximal zwei Blätter die gleiche Beschriftung tragen. Wir ergänzen dieses Ergebnis mit dem Beweis, dass Soft Tree Containment NP-schwer ist, selbst wenn N auf phylogenetische Bäume beschränkt ist, in denen jeweils maximal drei Blätter die gleiche Beschriftung tragen.</div><div>Abschließend betrachten wir das Problem Reachable Object. Hierbei wird nach einer Sequenz von rationalen Tauschoperationen zwischen Agentinnen gesucht, sodass eine bestimmte Agentin ein bestimmtes Objekt erhält. Eine Tauschoperation ist rational, wenn beide an dem Tausch beteiligten Agentinnen ihr neues Objekt gegenüber dem jeweiligen alten Objekt bevorzugen. Reachable Object ist eine Verallgemeinerung des bekannten und viel untersuchten Problems Housing Market. Hierbei sind die Agentinnen in einem Graphen angeordnet und nur benachbarte Agentinnen können Objekte miteinander tauschen. Wir zeigen, dass Reachable Object NP-schwer ist, selbst wenn jede Agentin maximal drei Objekte gegenüber ihrem Startobjekt bevorzugt und dass Reachable Object polynomzeitlösbar ist, wenn jede Agentin maximal zwei Objekte gegenüber ihrem Startobjekt bevorzugt. Wir geben außerdem einen Polynomzeitalgorithmus für den Spezialfall an, in dem der Graph der Agentinnen ein Kreis ist. Dieser Polynomzeitalgorithmus basiert auf 2-SAT-Programmierung.</div>Bentert, Matthiashttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3210-2/Thu, 18 Nov 2021 00:00:00 +0100Das virtuelle Digitalgebäudehttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3222-5/Die Publikation bezieht sich auf ein digitales Lernsystem zur Gebäudekonstruktion und zur Gebäudetechnik. Es bietet Erläuterungen zum didaktischen Konzept, technische Unterlagen, Hintergrundinformationen und eine umfangreiche Sammlung beispielhafter Aufgaben für verschiedene Zielgruppen und Themengebiete. Das digitale 3D-Modell eines Zweifamilienhauses stellt wesentliche Elemente, konstruktions- und ausführungsbedingte Zusammenhänge und häufig auftretende Schnittstellen-Probleme an Gebäuden anschaulich dar. Beim virtuellen Rundgang lassen sich konstruktive und gebäudetechnische Objekte per Mausklick aktivieren und über ein kontextsensitives Menü vielseitige Informationen in unterschiedlicher fachlicher Tiefe abrufen. Über ein Wiki werden umfassende Informationen, Zeichnungen, Richtlinien, Installationsanleitungen und ähnliche Dokumente bereitgestellt.Mahrin, Bernd;Schopbach, Holgerhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3222-5/Thu, 28 Oct 2021 00:00:00 +0200Jahresbericht 2020 der Universitätsbibliotheken der TU Berlin und UdK Berlinhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3224-9/<div>Im sechsten gemeinsamen Jahresbericht berichten die Universitätsbibliotheken der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) und Universität der Künste Berlin (UdK Berlin) von einem in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Jahr. Die Corona-Pandemie wirbelte jegliche Pläne durcheinander und stellte alle Mitarbeiter*innen vor ungeahnte Herausforderungen und Schwierigkeiten, brachte aber auch viel Neues hervor. Die Mitarbeiter*innen berichten über Entwicklungen in der Benutzung, in der Medienbearbeitung, bei den IT-Services, beim digitalen Unterrichten, in der Wissenschaftskommunikation oder in der Ausbildung. </div><div>Ein illustrierter Kalender listet wichtige Ereignisse des Jahres 2020 auf. Übersichten ausgewählter Kennzahlen, Kurzinformationen zu den Fachreferaten sowie Publikationsverzeichnisse der Bibliotheksmitarbeiter*innen runden den Jahresbericht ab.</div>Zeyns, Andrea;Christof, Jürgenhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3224-9/Tue, 12 Oct 2021 00:00:00 +0200Modeling and control of power converters in weak and unbalanced electric gridshttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3207-2/Der steigende Anteil an erneuerbaren Energien in den Energieversorgungsnetzen führt zur Verdrängung konventioneller Kraftwerke. Diese Entwicklung lässt umrichterdominierte und schwache Netzabschnitte entstehen, die kritischen Stabilitätsmechanismen unterliegen, allerdings auch ermöglichen, dass Umrichter aktiv zur Netzstützung und Netzstabilität beitragen können. Die vorliegende Arbeit beschreibt kritische Regelungskomponenten der Umrichter und deren Modellierung. Auf Basis der Modelle werden Auslegungskriterien für die Regelungen abgeleitet und dedizierte Stabilitätsanalysemethoden präsentiert.<span class="read-less"></span>Just, Hendrikhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3207-2/Thu, 07 Oct 2021 00:00:00 +0200Organizational water footprinthttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3124-2/<div>Süßwasser ist eine lebenswichtige Ressource für Menschen und Ökosysteme, ist aber in vielen Regionen der Welt knapp. Organisationen messen und managen den direkten Wasserverbrauch an ihrem Standort, vernachlässigen aber in der Regel den indirekten Wasserverbrauch, der mit globalen Lieferketten verbunden ist - obwohl Letzterer um mehrere Größenordnungen höher sein kann.</div><div><br></div><div>Bis 2015 gab es keinen standardisierten lebenszyklusbasierten Ansatz, um den Wasserverbrauch einer Organisation zu analysieren. Vor diesem Hintergrund wurde das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt "Water Footprint for Organizations - Local Measures in Global Supply Chains (WELLE)" von der TU Berlin, Evonik, dem Deutschen Kupferinstitut, Neoperl, thinkstep und Volkswagen gestartet. Das Projekt zielt darauf ab, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihren kompletten organisatorischen Wasserfußabdruck zu bestimmen, lokale Hotspots in globalen Lieferketten zu identifizieren und Maßnahmen zu ergreifen, um ihren Wasserverbrauch zu reduzieren und den Wasserstress in wasserknappen Einzugsgebieten zu mindern.</div><div><br></div><div>Im Rahmen des WELLE-Projekts wurde eine Methode zur Analyse eines Organisationsbezogenen Wasser Fußabdrucks entwickelt, die den Wasserverbrauch einer Organisation und die daraus resultierenden lokalen Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette analysiert. Das heißt, der organisationsbezogene Wasser Fußabdruck berücksichtigt nicht nur den direkten Wasserverbrauch in den Produktionsstätten, sondern auch den indirekten Wasserverbrauch für die Energieerzeugung und die Rohstoffproduktion (vorgelagert in der Lieferkette) sowie den Wasserverbrauch während der Nutzungs- und End-of-Life-Phase der Produktion (nachgelagert). Die Methode des organisationsbezogenen Wasser Fußabdrucks baut auf zwei Umweltbewertungsrichtlinien auf, die für den Zweck dieses Projekts als geeignet identifiziert wurden: Wasser Fußabdruck (ISO 14046, 2014) und organisationsbezogene Ökobilanzierung (UNEP 2015). Um Akteure bei der Durchführung von organisationsbezogenen Wasser Fußabdruck Studien zu unterstützen, wurde dieser Leitfaden entwickelt, der die Methode klar und übersichtlich darstellt und indem jeder Schritt mit einem praktischen Beispiel illustriert wird.</div><div><br></div><div>Durch die Analyse ihres Wasser-Fußabdrucks können Organisationen den Wasserverbrauch und die daraus resultierenden lokalen Auswirkungen am Standort und entlang globaler Lieferketten ermitteln. Auf diese Weise können sie Wasserrisiken reduzieren und zu einem nachhaltigeren Umgang mit den begrenzten Süßwasserressourcen der Welt beitragen.</div>Bunsen, Jonas;Berger, Markus;Finkbeiner, Matthias;Forin, Silviahttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3124-2/Wed, 06 Oct 2021 00:00:00 +0200EG-ICE 2021 Workshop on Intelligent Computing in Engineeringhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3211-9/Der 28. Internationale EG-ICE Workshop 2021 bringt internationale Experten zusammen, die an der Schnittstelle zwischen fortgeschrittener Datenverarbeitung und modernen technischen Herausforderungen arbeiten. Viele ingenieurwissenschaftliche Aufgaben erfordern Open-World-Resolutionen, um die Zusammenarbeit mehrerer Akteure zu unterstützen, mit approximativen Modellen umzugehen, eine effektive Interaktion zwischen Ingenieur und Computer zu ermöglichen, in mehrdimensionalen Lösungsräumen zu suchen, Unsicherheiten zu berücksichtigen, einschließlich fachspezifischen Domänenwissens, Sensordateninterpretation durchzuführen und mit unvollständigem Wissen umzugehen. Während die Ergebnisse aus der Informatik anfänglich viel Unterstützung für die Lösung bieten, ist eine Anpassung unvermeidlich, und am wichtigsten ist, dass das Feedback aus der Bewältigung technischer Herausforderungen die computer-wissenschaftliche Grundlagenforschung vorantreibt. Kompetenz und Wissenstransfer gehen in beide Richtungen.Borrmann, André;Abualdenien, Jimmy;Ungureanu, Lucian-Constantin;Hartmann, Timohttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3211-9/Fri, 06 Aug 2021 00:00:00 +0200Architekturwissenschaft. Vom Suffix zur Agendahttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3203-4/Was ist Architekturwissenschaft? Der vorliegende Band versammelt erstmals unter dem Titel Architekturwissenschaft eine Reihe unterschiedlicher Aspekte des Zusammenkommens von Wissenschaft und Architektur und zeigt auf, welche Rolle das eine für das andere spielt, gespielt hat, oder in Zukunft als institutionalisierte Architekturwissenschaft spielen wird.Neubert, Christine;Froschauer, Eva Maria;Weckherlin, Gernot;Bovelet, Jan;Almarza Anwandter, Juan;Dürfeld, Michael;Schneider, Peter I.https://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3203-4/Fri, 25 Jun 2021 00:00:00 +0200Home not Shelter! – Ein modularer Gemeinschaftsraumhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3192-1/Das Home not Shelter! Plug-In ist ein nutzungsneutrales Raummodul, das die prekäre Wohnsituation von Geflüchteten in Notunterkünften räumlich erweitert und Angebote macht, die über die reine Unterbringung hinausgehen. Im Plug-In können sich Geflüchtete in einem kollaborativen Prozess und unter professioneller Begleitung aktiv engagieren. Der Pavillon soll in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Flüchtlingsunterkünften geplant werden und ist anpassungsfähig in seiner Größe. Bei Bedarf kann er seinen Standort wechseln und an andere Wirkungsstätten verlegt werden. Das „Home not Shelter!-Plug-in“ kann Frei-, Veranstaltungs- und Begegnungsraum sein, in dem sich die neuen und alten Nachbarn begegnen, austauschen und kennenlernen. Es kann entweder direkt an Unterkünfte angedockt oder aber in deren Umgebung aufgebaut werden. Das Plug-In hat das Potential, sich selbst zu reproduzieren, zu erweitern, zu multiplizieren und sich an diverse Orte und Nutzungen anzupassen. Die hohe ästhetische und architektonische Qualität dient als Signal, dass ‚Flüchtlingsarchitektur‘ nicht der prekären der Lebenssituation der Betroffenen entsprechen muss.Hacke, Max;Pasel, Ralfhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3192-1/Tue, 08 Jun 2021 00:00:00 +0200Stereo vision-based road condition monitoringhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3205-8/<div>Bei der Planung von Straßenbaumaßnahmen ist es unabdingbar, über aktuelle Informationen über den Straßenzustand zu verfügen. Sollen diese Informationen nicht manuell gewonnen werden, werden derzeit Messfahrzeug mit Laserscannern verwendet, welche das 3D-Straßenprofil vermessen können. Für die regelmäßige Erfassung eines gesamten Straßennetzes wäre jedoch eine große Anzahl von Messfahrzeugen erforderlich. Da 2D-Straßenschäden automatisch auf monokularen Kamerabildern gefunden werden können, entstand die Idee, ein Stereokamerasystem zur Erfassung des 3D-Profils zu verwenden. Eine große Anzahl von Fahrzeugen könnte damit ausgerüstet werden und es könnten regelmäßig Daten von großen Straßennetzen erfasst werden.</div><div>In dieser Arbeit werden die Einsatzmöglichkeiten eines Stereokamerasystems zur Messung von Straßenprofilen untersucht, dass sich hinter der Windschutzscheibe eines Fahrzeugs befindet. Da hierzu das Stereokamerasystems kalibriert sein muss, der Aufwand für den Anwender aber geringgehalten werden soll, wird außerdem die Selbstkalibrierung für diesen Einsatzzweck untersucht.</div><div>Die 3D-Rekonstruktion aus stereoskopischen Bildern ist ein viel untersuchtes Thema, aber ihre Anwendung auf Straßenoberflächen mit wenig und sich wiederholenden Texturen erfordert spezielle Algorithmen. Aus diesem Grund wurde ein neues Stereoverfahren entwickelt. Es basiert auf dem Plane-sweep-Ansatz in Kombination mit Semi-global Matching. Es wurde mit verschiedene Maßen für den Vergleich von Pixeln getestet. Darüber hinaus wurde der Plane-sweep-Ansatz in einem neuronalen Netzwerk implementiert, das das Stereo-Korrespondenzproblem in einem einzigen Schritt löst. Es verwendet die stereoskopischen Bilder als Eingabe und liefert als Ausgabe ein Höhenbild.</div><div>Für die Selbstkalibrierung von Monokameras und Stereokamerasystemen wurde ein völlig neuer Ansatz entwickelt. Bisherige Methoden suchen nach Merkmalspunkten in mehreren Bildern der gleichen Szene. Die Punkte werden zwischen den Bildern zugeordnet und für die Kalibrierung verwendet. Die vorgeschlagene Methode verwendet anstelle von Merkmalspunkten Feature-Maps um mehrere Ansichten derselben Ebene zu vergleichen. Zur Schätzung der unbekannten Parameter wird der Backpropagation-Algorithmus zusammen mit dem Gradientenabstiegsverfahren verwendet.</div><div>Die durch stereoskopische Bildverarbeitung erhaltenen Messungen wurden mit Messungen von industriellen Laserscannern verglichen. Sie zeigen, dass beide sehr nahe beieinander liegen und dass ein Stereokamerasystem für die Erfassung des Oberflächenprofils einer Straße grundsätzlich geeignet ist.</div><div>Experimente zeigen, dass die neue Selbstkalibrierungsmethode in der Lage ist, alle Parameter eines komplexen Kameramodells, einschließlich der Linsenverzerrung, mit hoher Präzision abzuschätzen.</div>Brunken, Haukehttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3205-8/Wed, 12 May 2021 00:00:00 +0200PLATE – Product lifetimes and the environmenthttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3125-9/Die gegenwärtigen Konsum- und Produktionssysteme verursachen dauerhafte sozial-ökologische Schäden. Eine grundlegende Veränderung scheint unvermeidlich, wenn die Lebensgrundlagen heutiger und zukünftiger Generationen erhalten werden sollen. Die Lebensdauer der Produkte und ihre Performance hinsichtlich Zuverlässigkeit, Funktionalität, Wiederverwendbarkeit und Recyclingfähigkeit sind Kernfragen bei der Transformation von einer linearen Wirtschaft zu einer nachhaltigeren Kreislaufwirtschaft. Während die Diskussionen über die Produktlebensdauer bereits seit vielen Jahren vereinzelt geführt werden, ist das Thema erst jüngst in den Vordergrund der aktuellen (politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen) Debatten gerückt. Grund dafür ist die enge Verknüpfung des Themas mit einer Reihe aktueller Bewegungen wie Kreislaufwirtschaft, Ökodesign und kollaborativem Konsum. Die dritte internationale PLATE-Konferenz (Product Lifetimes And The Environment), die vom 18. bis 20. September 2019 in Berlin stattfand, beschäftigte sich mit den Produktlebenszeiten im Kontext der Nachhaltigkeit. Die Beiträge dieser Konferenz repräsentieren eine Vielzahl von wichtigen Forschungsergebnissen, die zeigen, wie nachhaltigere Praktiken bei der Entwicklung, Herstellung, Verwendung, Wiederverwendung und dem Recycling von Produkten ermöglicht werden können und wie die Nachhaltigkeit dieser Bemühungen bewertet werden kann. Die Autor*innen forschen in inter- und transdisziplinären Teams an der Schnittstelle von Ingenieur-, Design-, Sozial- und Umweltwissenschaften.Jaeger-Erben, Melanie;Nissen, Nils F.https://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3125-9/Tue, 11 May 2021 00:00:00 +0200Verschleißprognose zur zuverlässigkeitsorientierten Regelung für trockene Reibkupplungenhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3196-9/<div>Bei der Entwicklung moderner Kraftfahrzeuge werden zunehmend höhere Anforderungen an die Zuverlässigkeit gestellt. Während es bisher akzeptabel war, bei einem Schaden eine Werkstatt aufzusuchen, so wird zukünftig erwartet, dass Schäden frühzeitig erkannt und behoben werden. Zur Verringerung der mit einem unerwarteten Ausfall verbundenen Risiken und finanziellen Einbußen werden vorausschauende Instandhaltungsstrategien benötigt.</div><div>In dieser Arbeit wird eine vorausschauende Instandhaltungsstrategie in Form einer zuverlässigkeitsorientierten Regelung erarbeitet, welche auf einer Verschleißschätzung und -prognose basiert. Die Entwicklung der benötigten Methoden erfolgt am Beispiel einer trockenen Reibkupplung, welche eine wesentliche Komponente im klassischen Antriebsstrang darstellt. Zur Umsetzung der definierten Zielstellung wird zuerst ein physikalisches thermisches Modell der Reibkupplung hergeleitet. Anschließend wird ein Verschleißmodell auf Basis des theoretisch erwarteten Verschleißverhaltens entwickelt. Das thermische Modell und das Verschleißmodell werden anhand von experimentellen Untersuchungen an einem Getriebeprüfstand identifiziert. Aufbauend auf dem Verschleißmodell wird eine Lebensdauerprognose entwickelt. Diese ermittelt den zukünftigen Verschleiß mit Hilfe des Verschleißmodells aus der zukünftigen Beanspruchung, welche aus vergangenen Messdaten extrapoliert wird. Abschließend wird die prognostizierte Lebensdauer der zuverlässigkeitsorientierten Regelung als Eingangsgröße übergeben. Die zuverlässigkeitsorientierte Regelung besteht aus einer modellprädiktiven Anfahrregelung und einer überlagerten Fuzzy-Regelung. Durch die zuverlässigkeitsorientierte Regelung wird das Betriebsverhalten der Kupplungsregelung kontinuierlich angepasst, um eine geforderte Lebensdauer zu garantieren.</div>Strommenger, Danielhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3196-9/Mon, 10 May 2021 00:00:00 +0200Bibliothekserlaubnisse im Urheberrechthttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3188-4/<div>Das Buch befasst sich detailliert mit den Voraussetzungen von bestehenden Erlaubnisregeln, die das Urheberrechtsgesetz für Bibliotheken vorsieht. Grundsätzlich gilt in Deutschland – wie auch in den übrigen EU-Staaten – , dass es für urheberrechtlich relevante "Verwertungshandlungen" wie etwa das Vervielfältigen, Verbreiten, Vortragen oder Ins-Netz-Stellen, entweder einer Erlaubnisregelung im Urheberrecht oder, falls die Voraussetzungen einer solchen nicht vorliegen, der Zustimmung des Rechteinhabers bedarf. 2018 wurden speziell für Wissenschaftler*innen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Bibliotheken und andere Einrichtungen des Kulturerbes in den §§ 60a ff. UrhG Erlaubnisregeln geschaffen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Version des Buches steht die nächste Urheberrechtsreform bevor, nämlich die Umsetzung der Richtlinie zum "Copyright in the Digital Single Market" ("DSM-Richtlinie"). Die Darstellung verweist an den geeigneten Stellen auf die Vorgaben der Richtlinie, die bis zum 7. Juni 2021 in Deutsches Recht umgesetzt werden müssen.</div>Talke, Arminhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3188-4/Mon, 12 Apr 2021 00:00:00 +0200Mind the Fungihttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3202-7/Dieses Buch berichtet über die Bündelung der Kreativitätsmotoren Wissenschaft und Kunst und wie daraus ein lebendiges Dreigespann aus Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft geschmiedet werden kann. Eine schöpferische Triade, die sich über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg gemeinsam der Utopie verschrieben hat, eine Synthese aus nachhaltiger Wirtschaft, gesunder Umwelt und einer gerechten Gesellschaft zu ermöglichen. Das Projekt Mind the Fungi („Achtung Pilze“) ist ein Citizen-Science-Forschungsvorhaben, welches aus der Kooperation der Fachgebiete für Angewandte und Molekulare Mikrobiologie und Bioverfahrenstechnik der TU Berlin sowie der Kunst- und Forschungsplattform Art Laboratory Berlin entstand und welches Bürger_innen die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Mitarbeit ermöglichen sollte. Das Projekt sollte einerseits einem breiten Publikum die Bedeutung der Pilzbiotechnologie für eine nachhaltige Zukunft näherbringen und andererseits hier an der TU Berlin ein Forschungsnetzwerk aufbauen, in dem unter anderem mit Citizen Scientists neuartige pilzbasierte Biomaterialien erforscht werden sollten. Die wissenschaftlichen und künstlerischen Wege im Mind-the-Fungi-Projekt, die wir gemeinsam mit der Öffentlichkeit von 2018 bis 2020 gegangen sind, so auch die Art & Design Residencies, können jetzt mit diesem Buch in Texten und Bildern nachverfolgt werden.Volpato, Alessandro;Schubert, Bastian;Schmidt, Bertram;Weber, Birke;Lutz, Christian de;Peluso, Fara;Pohl, Karsten;Cerimi, Kustrim;Neubauer, Peter;Rapp, Regine;Junne, Stefan;Schubert, Theresa;Meyer, Vera;Zakeri, Zakiehhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3202-7/Wed, 07 Apr 2021 00:00:00 +0200Borderline Cityhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3200-3-2/Bereits vor der weltweiten Ausbreitung des Covid-19-Virus im Krisenjahr 2020 waren Städte und Regionen Austragungsorte und Treiber einer dualistischen Entwicklungsdynamik von Entgrenzung und Abgrenzung. Ergebnisse aus der Hochschullehre und einer europäischen Sommerschule eröffnen ein Palimpsest der Krisen und eine Überprüfung europäischer Planung und Gestaltung von Städten und Regionen. Erstmals erarbeitete ein Netzwerk aus Studierenden von 19 europäischen Universitäten im Bereich Planung und Stadtgestaltung eine Formulierung gemeinsamer Anforderungen für eine krisensichere und menschengerechte Stadtentwicklung in Europa: Einerseits sind Krisenerfahrungen Impulsgeber für grundlegende Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Ökologie, andererseits wirken sie als Beschleuniger bereits vorhandener Veränderungen in der Stadtentwicklungspolitik. Die gemeinsam hinterfragten Krisen- und Grenzsituationen zeigen nicht nur die Funktionsweisen europäischer Städte und Regionen auf. Vielmehr vermitteln sie als Belastungs- und Lehrproben einen Leitfaden für einen krisenfesten Stadtumbau in Europa. Wegweisend entwickeln sie einen europäischen Brückenschlag der Architektur- und Planungsdisziplin zur Gestaltung lebendiger Grenzlandschaften.Million, Angela;Bentlin, Felix;Höfler, Jürgenhttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3200-3-2/Thu, 01 Apr 2021 00:00:00 +0200Konzeptverfahren als Instrument einer gemeinwohlorientierten Stadtentwicklunghttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3174-7/Für wen entwickeln Stadtplaner*innen die Stadt? Fürs Gemeinwohl! – fordern immer mehr Akteure. Die Stadtentwicklung soll einen Mehrwert für möglichst die gesamte Bevölkerung schaffen und nicht nur für einzelne Gruppen oder Unternehmen. Als ein Instrument einer gemeinwohlorientierten Stadt- und Liegenschaftspoltik gilt das Konzeptverfahren, also die Veräußerung von Grundstücken nicht über den höchsten Preis, sondern entsprechend der Qualität der Idee für die Bebauung und Nutzung. In den dazugehörigen Ausschreibungen halten die Städte Kann- und Muss-Kriterien fest, die die Bewerbenden erfüllen sollten. Diese Arbeit untersucht die Gemeinwohlorientierung dieser Ausschreibungen anhand eines zu diesem Zweck erarbeiteten Kriterienkataloges. Dieser setzt sich aus Kriterien ausgewählter bestehender Gemeinwohlbewertungen zusammen: das Baugesetzbuch, die Stadtrendite, die Wohngemeinnützigkeit, die Gemeinwohlökonomie, die Wohlstandsforschung und die Gemeinnützigkeitskriterien der Abgabenordnung. Diese Ansätze haben viele Überschneidungen. Soziale Kriterien, ökologische Nachhaltigkeit und Mitwirkungsmöglichkeiten bilden danach den Kern von „Gemeinwohl“. Diese Themenfelder werden durch sechs weitere inhaltliche Schwerpunkte ergänzt und geben damit einen Überblick, wie das Gemeinwohl heute definiert wird. Die untersuchten Konzeptausschreibungen von 28 verschiedenen Städten und Gemeinden enthalten viele dieser Kriterien und sind damit gemeinwohlorientiert. Mitwirkung und Bildungs- und Gesundheitsaspekte haben in den Ausschreibungen noch wenig Gewicht und sind seltener Teil der Ausschreibungen. Hier können und sollten Konzeptverfahren nachgebessert werden. Konzeptausschreibungen bieten Kommunen – im Gegensatz zu anderen Vergabeverfahren - die Möglichkeit, Ziele für die Bebauung festzusetzen, die sich an den lokalen Bedürfnissen und allgemeinen Gemeinwohlkriterien orientieren - damit sind sie ein Instrument einer gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung. Sie unterscheiden sich aber in Bezug auf die angewendeten Kriterien von Verfahren zu Verfahren, weshalb eine Konzeptausschreibung keine Garantie für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung bietet.Gennies, Monahttps://verlag.tu-berlin.de/produkt/978-3-7983-3174-7/Wed, 03 Mar 2021 00:00:00 +0100