Forschendes Theater

Chancen und Potential im Kontext von Spracherwerb, transkultureller Landeskunde und studentischer Performance


Erscheinungsjahr: 2015
ISBN 978-3-7983-2741-2

Thema der Studie ist das forschende Theater und sein Potential für einen sinnvollen Einsatz im Kontext von Spracherwerb und Sprachvermittlung. Ausgehend von dem Beziehungsgefüge zwi­schen wissenschaftlichen und künstlerischen Forschungsansätzen wird untersucht, wie ein studenti­sches Theaterprojekt in der Kontaktzone beider Untersuchungs- und Erfindungskulturen seinen Platz finden kann und welcher Mehrwert der Sprachvermittlung dabei zuwächst. Die Studie enthält einen Erfahrungsbericht über Projekte in Litauen, der Russischen Föderation und in Serbien. Der Hauptteil umfasst die Dokumentation und Darstellung einer großen Bandbreite ak­tueller Arbeiten von Theater- und Performancekollektiven, sowie eine Diskussion der Übertragbar­keit der jeweiligen Ansätze auf nicht­professionellen Projekte. Neben der Theaterarbeit im engeren Sinne wird der Kontaktbereich zu verwandten Formen simulierter Handlungswelten betrachtet: zu Rollenspielen, Reenactment, Psychodrama und theaternaher Installation. Breiter Raum wird Zeit und Raum auflösenden Verfahren eingeräumt bzw. solchen Ideen, welche die Grenzen der Realität in den Bereich der Möglichkeiten verschieben. Ein Hauptakzent liegt auf dem transkulturellen Zugriff. [–] Das Theater der Zwischenräume, der dritten Identität, der Erforschung von Uneindeutigkeit und Wanderung ist der Gegenstand dieses Buches.